Letztes Feedback

Meta





 

Von der Sehnsucht, die nie vergeht

Heute war wieder einer der schwierigen Tage. Noch nicht richtig schlimm, aber definitiv ein Tag, an dem es mir schwer fiel, nicht an dich zu denken und mich nicht einsam zu fühlen.

Eigentlich fing es gestern schon an, abends beim Einkaufen. Ich dachte daran, dass das hier immer noch deine Stadt ist, auch wenn du nicht anwesend bist. Dass es ein anderes Leben hätte geben können, in dem wir gestern Abend zusammen durch die Straßen zum Supermarkt gegangen wären, und dass ich immer noch nicht aufhören kann, mir vorzustellen, dass es eines Tages so sein wird.

Dabei werde ich deiner Stadt bald den Rücken kehren und habe nicht vor, jemals wieder zu kommen, außer zu Besuch. Sogar selbst dann, wenn du dich eines Tages wieder bei mir melden solltest. Ich war in deiner Stadt, du warst nicht da. Du hast es in vier Jahren nicht ein einziges Mal geschafft, mich zu besuchen. Nun ist meine Zeit hier vorbei.

Ich bin nicht deinetwegen hergekommen und ich gehe auch nicht deinetwegen. Aber ich werde auch deinetwegen nicht zurückkommen - zumindest kann ich es mir nicht vorstellen. Ich habe mich hier einfach zu unwohl gefühlt.

Ich bin wie Scarlett O'Hara - "du gehörst zu Tara wie diese Bäume hier". Meine Stadt hat mir immer wieder auf die Beine geholfen und wird es auch diesmal tun. Dort fühle ich mich lebendig und am richtigen Ort.

Vielleicht war es heute deshalb so schwierig für mich, weil ich mit einer Freundin zu Ikea gefahren bin. Es klingt komisch, da wir doch nie zusammen dort waren und ich schon oft da war, aber es hat mich daran erinnert, wie sehnlichst ich mir damals, als du in mein Leben getreten warst, gewünscht habe, dass du bei mir bist, und wie ich mir immer vorgestellt habe, wie unsere gemeinsame Wohnung in irgendeiner gemeinsamen Zukunft aussehen würde, wenn du endlich bei mir wärst.

Nun ziehe ich wieder bald in eine neue Wohnung und habe noch keine Ahnung, wie sie aussehen wird. Aber ich werde dort auf jeden Fall für's Erste weiterhin allein sein.

Du trittst nicht mehr in mein Leben, ich weiß es. Und wenn doch, dann sicher nicht so bald. Vielleicht ist es besser so. Vielleicht bist du wirklich wie Ashley. Vielleicht liebe ich gar nicht dich, sondern meine Vorstellung von dir. Ich werd's wohl nie erfahren.

Vielleicht werde ich irgendwann jemand anders kennenlernen und noch zu meiner eigenen kleinen Familie kommen und all dem anderen, was ich mir immer gewünscht habe. Ich hoffe es sehr. Aber in meinem Herzen ist das Gefühl für dich immer noch so stark, dass ich es mir einfach nicht vorstellen kann...

10.9.17 01:38

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen